Huflattich

 

Lateinischer Name:

Tussilago farfara

 

Andere Namen:

Tabakkraut, Ackerlattich, Brustlattich, Lehmblümlein, Märzblume

oder Sandblümel

 

Pflanzengattung:

Korbblütler

 

Vorkommen:

Wegränder, Ufer, nährstoffreicher Steinschutt, Kiesgruben, Brachland

 

Merkmale:

Wuchshöhe 7 bis 30 cm, goldgelbe Blüten, die zum Teil großen Blätter erscheinen erst nach der Blüte. Im jungen Zustand fühlen sich die Blätter filzig an.

 

Sammelzeit:

März bis April (Blüten und Stängel)

Mai bis September (Blätter)

Ab September (Wurzeln)

 

Sammelgut:

Blüten, Stängel, Blätter und Wurzeln, je nach Jahreszeit

 

Verwendung:

Vor und während der Blüte kann man die Blütenstängel roh zu Salaten oder gegart zu Spinat und Pfannengemüse verwenden.

Die Pflanze schmeckt ähnlich wie grüner Spargel.

Die jungen, mildwürzigen Blätter eignen sich für Salate, Suppen oder Rühreier.

Huflattich hat einen leicht pfeffrigen Geschmack ist herzhaft und kann auch als Gemüse verzehrt werden. Hierzu sollte es kurz aufgekocht werden und mit etwas Salz gewürzt werden. Der Geschmack eignet sich ganz hervorragend zu Kartoffelgerichten oder zu Reis.

Die älteren Blätter kann man getrocknet als Tee gegen Husten verwenden.

 

Warnung! 

Der Huflattich enthält möglicherweise (bei schlechten Wachstumsbedingungen der Pflanze) leberbeeinträchtigendes Pyrrolizidinalkaloid. Es wird angeraten, dass Frauen in Schwangerschaft sowie Leberkranke den Konsum meiden sollten.

Deshalb sollte man sicherheitshalber nie zu große Mengen von dieser Wildpflanze verzehren, nach dem Motto:  Die Dosis macht das Gift.

 

Wichtigste Inhaltsstoffe:

Polysaccharide, saure Schleimstoffe, Inulin, Sterole, Bitterstoffe, Gerbstoffe und geringe Mengen an Flavonoide

 

Wirkung: 

Der Huflattich gilt als bedeutsame Heilpflanze bei Hustenreiz (Tussis = Husten) und wirkt schleimlösend. Als arzneilich wirksamster Teil werden die Blätter verwendet.

Neuere Forschungen deuten jedoch auf unerwünschte Nebenwirkungen (Krebsrisiko) durch enthaltene Pyrrolizidinalkaloide hin. Deshalb sollte Huflattich nicht in großen Mengen eingenommen werden.